GESCHICHTE

Aus der Chronik der Narrenzunft "Krakelia":

Die Hauptversammlung an Martini 1974 war dazu ausersehen, nicht allein Rechnung zu geben über Soll-Haben und Gehabthaben in der gut gepolsterten Kasse zu geben. Ihr unbestreitbarer Höhepunkt war die Vorstellung einer neuen Narrenfigur, der die Aufgabe zukam,
der Waldkircher Fasnet gerade unter der Männerwelt neue Impulse zu geben. Es erschien die »Kandelhexe«. Sie wurde nicht deswegen besonders begrüßt, weil sie die allum in ständigem Wachsen begriffenen Hexengruppen um eine weitere vermehrte, sondern weil sorgfältige Arbeit dazu geführt hatte, in der Stadt am Hexenberg Kandel einem offenbar gewordenen Mangel abzuhelfen. Und das in der Weise, daß die neue Schöpfung sich im Kreise anderer, ähnlicher Gestalten wohl sehen lassen kann.

Die Gestalt der Fasnethexe war schon immer in ihrer Beziehung zur historischen Fasnet sehr umstritten. Dessen ungeachtet nahm auch die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte Hexengruppen in ihre Reihen auf. Von Narrentreffen zu Narrentreffen konnte eine Vermehrung von Hexen auch bei den »Historischen« beobachtet werden.

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